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Spanisches Feinsteinzeug: Ausgezeichnete technische Eigenschaften und Dekorationsmöglichkeiten

Im Rahmen der großen Produktvielfalt in der spanischen Fliesenindustrie fällt vor allem die besondere Entwicklung des Feinsteinzeugs auf, das in den 80iger Jahren als Produkt mit hervorragenden technischen Eigenschaften auf den Markt kam und sich dadurch auszeichnete, dass es die Natur nachahmte und sich mehr als jede andere Keramikfliese an das Konzept der Felsen oder Natursteine anglich. In einigen Fallen wurden sogar sehr originelle und bis dahin unbekannte Kombinationen präsentiert.

Es handelt sich um ein vollkommen durchgesintertes und sehr kompaktes Produkt, dessen wesentliches Merkmal seine extrem niedrige Porosität ist, durch die es besondere mechanische und chemische Eigenschaften erhält, wie z.B. Frostbeständigkeit, d.h., ein Produkt, das man gut für Wand- und Bodenbeläge in Außenbereichen in kaltem Klima verwenden kann.

Das Feinsteinzeug ist zudem sehr widerstandsfähig gegen chemische Produkte und Reinigungsmittel, hat eine sehr starke Abriebbeständigkeit und einen hohen Grad an Bruchfestigkeit. Dadurch ist es hervorragend geeignet für Flächen mit intensivem Publikumsverkehr und in Industrieanlagen. Hinzu kommt noch die leichte Reinigung, wodurch es zu einem idealen Material als Bodenbelag für Räume wird, in denen die Hygiene eine Grundvoraussetzung ist.

Die Suche nach neuen Effekten hat zu einer Reihe von Behandlungen des Endprodukts geführt, wie z.B. das Polieren, wodurch zwei verschiedene Arten entstanden sind: Naturbelassenes und poliertes Feinsteinzeug. Das naturbelassene (erhält keinerlei Nachbehandlung nach dem Brennen) weist einen natürlichen Aspekt auf und imitiert z.T. sogar Steine, die in der Natur vorzufinden sind, wie Schiefer, Marmor, Pflastersteine, etc.

Bei poliertem Feinsteinzeug wird das Teil nach dem Brennen poliert, wodurch es einen starken Glanz erhält und die Oberflächeneffekte des polierten Marmors nachgeahmt werden.

Eine andere Form der Nachbehandlung des Endprodukts ist das Kantenschleifen von Feinsteinzeug, das heutzutage auch bei anderem Keramikmaterial angewandt wird. Mit dem Kantenschleifen kann man die Abmessungen der Teile ändern und es werden Probleme mit der Dimensionsstabilität vermieden. Zudem erhalten die Teile dadurch eine sehr gleichmäßige geometrische Form.

Das Abschrägen der Kanten an den einzelnen Teilen ist heutzutage ebenfalls eine wichtige Behandlungsform. Dadurch können die Fliesen ohne Trennfugen verlegt werden und man erzielt einen ästhetischen Effekt von großer Qualität.

In den letzten drei Jahren hat sich auf dem internationalen Markt eine weitere Variante des Feinsteinzeugs herauskristallisiert, und zwar Bodenfliesen aus Feinsteinzeugscherben (vor allen Dingen, um die Eigenschaften der Frostbeständigkeit und geringen Wasseraufnahme zu nutzen), das sog. glasierte Feinsteinzeug. Dieses Produkt hat sich als Alternative zu den glasierten Keramikprodukten durchgesetzt und ist eine weitere Möglichkeit für diejenigen Hersteller, die bisher das "herkömmliche" Feinsteinzeug produziert haben.

Die Produktion dieser Variante verbreitet sich auf der ganzen Welt, da man mit der Technik des Einbrandverfahrens ein Produkt mit ausgezeichneten technischen Eigenschaften herstellen kann, das auch poliert, kantengeschliffen, satiniert und mit abgeflachten Kanten versehen werden kann.

In Spanien steigt die Produktion von Feinsteinzeug rapide an und zahlreiche Firmen in der Branche richten ihre Investitionen auf die Einrichtung von Produktionsstätten für Feinsteinzeug. Zweifellos ist ein Teil des Erfolges, den das Feinsteinzeug hat, auf die Tatsache zurückzuführen, das dieses Material ausgezeichnete technische Eigenschaften und gleichzeitig beste ästhetische Qualitäten besitzt.

Feinsteinzeug ÜblicheMaße
Dicke
Wasser-aufnahme

Bruchlast

Abrieb GL Abrieb UGL Frost-beständigkeit Beständigkeit gegen chemische Produkte
15 x 15 a
60 x 60 cm
<8 mm 0.1 % 2200-5200 N - 110-160 mm3 Ja Ja

 

Bezeichnung: Es handelt sich um den allgemein üblichen Namen für Keramikfliesen mit sehr geringer Wasseraufnahme, die trockengepresst, nicht glasiert und dementsprechend nur mit einem Brenndurchgang hergestellt werden.

Aspekt: Der Fliesenkörper hat die Farbe, die sich aus dem Zusatz von Farbstoffen in den Scherben ergibt, entweder gleichmäßig verteilt oder granuliert. Er ist feinkörnig und homogen und mit bloßem Auge sind keine heterogenen Elemente (Körner, Einschlüsse, Poren) zu sehen. Die obere Seite besteht aus dem selben Material wie der Körper und kann einfarbig, gesprenkelt, marmoriert oder dekoriert sein. Die Oberflächen und Kanten sind gleichmäßig und gut ausgefertigt. Die derzeit vorherrschende Form ist quadratisch, manchmal auch rechteckig. Die am meisten verwendeten Sonderteile sind Stufenfliesen und Sockelleisten.

Verwendung: Fliesen aus Feinsteinzeug können so verwendet werden, wie sie nach dem Brennvorgang aus dem Ofen kommen, oder man kann auch ihre Oberseite polieren, wodurch sie Glanz und Glätte erhalten. Die Oberfläche kann Reliefformen haben, entweder zu Dekorationszwecken (ähnlich wie Natursteine) oder als rutschhemmende Elemente (Diamantspitzen, Streifen, Winkel...).

Produktion in Spanien: Das Feinsteinzeug ist das jüngste Produkt auf dem Markt. Die Produktion in Spanien begann 1988 und wurde mit steigender Nachfrage immer vielfältiger und zahlenmäßig größer.

Einstufung entsprechend der Vorschriften: Feinsteinzeug wird der Gruppe BIa der Vorschriften ISO 13006 und UNE 67-087 zugeordnet (trockengepresste Keramikfliesen mit einer Wasseraufnahme E < 0,5% ).

Jüngste Tendenzen bei Feinsteinzeug

Entwicklung von Großformaten, die bis zu 90x120 cm groß sein können. Diese Abmessungen bei Feinsteinzeug eröffnen neue Möglichkeiten für den Ersatz von Naturstein an Fassaden, Abdeckflächen für Küchen und Bädern.

Die Forschung entwickelt die dekorativen Effekte immer weiter und es werden vor allem Produkte mit rustikalem Charakter und Mosaik verstärkt gefördert.

Das Produkt erhält viele verschiedene Oberflächenbehandlungen, um innovative Effekte zu erzielen, wie z.B. Kantenschleifen, Polieren, Satinieren, etc.

Die Komplementärteile werden immer mehr bearbeitet, vor allem die Reliefformen haben sich stark entwickelt.
Außerdem werden Bordürensysteme geschaffen, bestehend aus vorgeschnittenen Teilen, die dann auf einem Netz zusammengesetzt werden. Damit kann man reichhaltige und komplexe Rosetten kreieren..


 
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